Entschieden Ökumenisch

Entschieden Ökumenisch zu leben und zu handeln, das ist mehr als zwei ökumenische Gottesdienste im Jahr und einige „konfessionsverbindende“ Ehen. Es geht darum, den Wunsch der Gläubigen nach einer Einheit aller Christinnen und Christen erfahrbar und konkret zu machen. Dieser Wunsch nach Einheit ist im Kirchenvolk tief verankert. Sie existiert schon jetzt. Menschen wollen sie spüren, im gemeinsamen Abendmahl und in weiteren Zeichen und gemeinsamer Verantwortung als Christinnen und Christen und der Welt.

Ökumenische Reise

Die Erinnerung an zwei geschichtliche Ereignisse steht zur Zeit im Vordergrund:

Beide Ereignisse kennzeichnen einen wichtigen historischen, kulturellen und religiösen Umbruch. Als evangelische und katholische Christen haben wir die Chance, die Erinnerung an die Reformationsgeschichte zum Anlass für eine offene Begegnung und zu einem Austausch im Glauben wahrzunehmen. Dazu ist es gut, zu den Wurzeln zu gehen und die Orte aufzusuchen, an denen Martin Luther gelebt und gewirkt hat.

Da diese weitgehend im Bereich des östlichen Deutschlands liegen, der 40 Jahre lang für uns schwer zugänglich waren, bietet sich die Möglichkeit, diese Orte im Zusammenhang kennen zu lernen. Daher möchte ich zu einer Reise einladen – 21. bis 25. September 2015 – , die uns an diese Orte führt und eine Einführung, Verweilen und ein vertiefendes Gespräch über das Erfahrene und Erlebte bietet.

Ökumene der christlichen Kirchen

Weil uns Ökumene von unten so wichtig ist, engagieren wir uns gemeinsam mit vielen anderen Gruppen im Ökumenischen Netzwerk Initiative Kirche von unten Beschreibung: Verweissymbol [www.ikvu.de].

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Karl-Dieter u. Edda Müller

Der "Ökumenisch Kirche sein" - Pfingstmontag 2017 in Münster:
das Reformationsgedenken als "Weckruf Ökumene"

Anlässlich des Reformationsgedenkens 2017 werden das Bistum Münster und die evangelischen Landeskirchen in Westfalen und Rheinland eine Vereinbarung schließen, um die ökumenische Zusammenarbeit zu vertiefen. Diese Erklärung soll verbindliche Regelungen enthalten und am Pfingstmontag (5.6.2017) im Rahmen eines Festes auf dem Domplatz in Münster unterschrieben werden (Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Genn u. Präses Kurschus).
Gemeinden sollen zur ökumenischen Zusammenarbeit ermutigt werden. Karl und Edda Müller vom Freckenhorster Kreis sind überzeugt, dass das, was die Kirchen verbindet, viel stärker ist als das, was sie trennt.

Angesichts eines grundlegend veränderten religiösen Horizonts gegenüber Luthers Zeiten (Säkularisierung) sehen sich evangelische und katholische Kirche in ökumenischer Verantwortung herausgefordert, die gemeinsamen zentralen Inhalte der christlichen Botschaft wieder so zur Sprache zu bringen und praktisch zu bezeugen, dass diese für Menschen von heute als für ihr Leben existenziell bedeutsam erfahren werden in Hoffnung und Orientierung.
Diese Herausforderungen reichen weit über den binnenkirchlichen Bereich hinaus auf die Welt als ganze (Globalisierung; vgl. den Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden u. Bewahrung der Schöpfung der weltweiten Ökumene), auch als ein Weg zur Erneuerung der Kirchen als Weggemeinschaft in der Nachfolge Christi (vgl. Papst Franziskus).

Der "Ökumenisch Kirche sein" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Karl-Dieter u. Edda Müller, Mitglieder des Freckenhorster Kreises

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