Brasilien-Projekte

Aus Amparo Maternal - Schutz und Unterstützung für Mütter
wurde Amparo Infantil - Schutz und Unterstützung für Kinder

Bild aus dem Amparo MaternalDas Amparo Maternal, das wir vom FK seit mehr als 30 Jahren unterstützt haben, hat im Laufe der Zeit sein Gesicht verändert.
Amparo Maternal war ein Geburtshaus, in dem Frauen von der Straße und aus finanziell schwierigsten Verhältnissen – meistens alleinstehend - ihre Kinder zur Welt bringen konnten. Eine kleine Gemeinschaft von Schwestern des Ordens Hlg. Vincent von Paul (Sr. Rosina, Sr. Anita, Sr. Enir und Sr. Vilma) haben das Haus liebevoll und kompetent geführt. In großer Fürsorge haben sie sich vieler schwangerer Frauen aus den Elendsvierteln der Stadt Sao Paulo angenommen, die ungeachtet von Religion, Herkunft, Bildung, Hautfarbe… hier aufgenommen wurden. Sie haben dabei unendlich vielen Frauen mit ihrem Kind (durch praktische Bildung und Unterstützung) einen Neustart ins Leben ermöglicht. Der „Brasilienkreis“ des Freckenhorster Kreises hat sich durch die Hilfe von vielen Spenderinnen und Spendern neben anderen Projekten in Brasilien auch hier in Sao Paulo engagiert.

Seit mehr als 30 Jahren bis 2012 hat der FK die Arbeit der Schwestern unterstützt, verschiedene Personen haben sie besucht, teilweise monatelang personell begleitet und sich eben auch finanziell durch Spenden solidarisch an diesem Einsatz für die Armen beteiligt. Da die Unterstützung des Staates immer schwieriger wurde, reichte auch das in 2012 nicht mehr aus - und so ging das Amparo über an den finanzkräftigen Orden der Katharinen-Schwestern.

Seitdem unterstützt der FK das Engagement unserer Vincent Schwestern aber weiter, die ein weiterführendes Projekt begannen (damals noch von Sr. Rosina als Präsidentin).
Die Zielgruppe und die Grundidee sind geblieben, quasi eine Verlagerung auf die nächste Generation – also haben wir es zunächst „Amparo infantil“ genannt.
Die „Sociedade Pro Moradia de San Vincente“ ist der von den Schwestern gegründete Trägerverein. In Deutschland würde er als ein „gemeinnütziger Verein“ bezeichnet werden. Dieser Verein betreibt noch weitere Wohn- und Berufsförderungsprojekte.
Das Zentrum für frühkindliche Bildung - "Königreich der Kleinen", betreut 121 Kinder von 0 bis 3 Jahren und 11 Monaten in Vollzeit von 7:00 bis 17:00 Uhr.

Die Einrichtung befindet sich in einem Stadtteil im Osten der Stadt Sao Paulo, der verkehrstechnisch schlecht angebunden ist und von Familien mit geringem Einkommen bewohnt wird. Besonders wichtig ist für die Familien, die kostenlose Ernährung in der Kita und die Vollzeitbetreuung, die es beiden Eltern ermöglicht, den Lebensunterhalt zu verdienen. In dieser Kita arbeiten 22 Fachleute, Männer und Frauen als Direktor/in, pädagogischer Koordinator, Lehrer, Verwaltungsassistent, Kindergartenassistent, Koch- und Küchenassistent und ein Generalassistent für Wartung und Service.

Recanto Shalom-Sr. Wilma im SpeisesaalDie Kita "Shalom-Nossa Senhora da Esperança" betreut 60 Kinder von 3 Jahren 10 Monaten bis 6 Jahren 10 Monaten. Die jüngeren Kinder werden in Vollzeit gepflegt. Die Schulkinder, die im Schichtsystem unterrichtet werden, erfahren vor oder nach der Schule eine angemessene Betreuung und Hilfe bei den Hausaufgaben. Die Kinder stammen alle aus der Favelha do Moinho, die unter einem Eisenbahnviadukt angesiedelt ist. Drogenabhängigkeit und große Bedürftigkeit bestimmen den Alltag. Auch hier spielt die kostenlose Ernährung in der Kita eine große Rolle.
Es wurden 8 Fachleute wie: Direktor, Sozialarbeiter, Pädagogen, Koch, Küchen- und Reinigungsassistent eingestellt.

Der Freckenhorster Kreis hat Kontakt mit dem Kindermissionwerk „die Sternsinger“ e.V., das dieses Projekt weiter betreut und unterstützt und über das die Überweisungen laufen.
In dem letzten Dankesbrief vom Kindermissionswerk wird ebenfalls bestätigt, dass der Wille, den Kindern zu helfen, nicht mit dem Tod von Schwester Rosina erloschen ist. Das Projekt der sozialpädagogischen Arbeit mit kleinen Kindern wird fortgeführt. In dem Brief kommt der Dank zum Ausdruck, für alle, „die mit ihrem Engagement diesen Kindern Kraft und Mut und die Chance auf eine bessere Zukunft geben“.

Im Frühjahr 2018 hat Sr. Rosina sich in einem persönlichen Brief vom FK verabschiedet und Sr. Enir als neue Verantwortliche angekündigt. Siehe FK-Nachrichten vom (siehe FK-Sonderheft zum Katholikentag Nr. 159.)

Reino dos PequNach dem Tod von Sr. Rosina – die als Initiatorin und langjährige Leiterin unvergessen bleibt, hat man den Namen von Sociedade Pro Moradia de San Vincente“ ergänzt, bzw. geändert in: “Solidariedade Irmã Rosina”. In ihrem Sinn geht die Unterstützung dieser beiden Projekte für frühkindliche Förderung benachteiligter Kinder weiter.
Schon lange vor ihrem Tod hatte Sr. Rosina die Zusammenarbeit mit ihrer Nachfolgerin in den beiden Häusern Sr. Terezinha de Jesus – als neue Präsidentin angekündigt. In dem Brief zum Jahresende mit dem ausführlichen Bericht grüßt sie mit „Sr. Anita, Sr. Vilma, Sr. Enir und dem gesamten Team, das die von der Sociedade Pro Moradia Sao Vicente de Paulo vorgeschlagenen Arbeiten mit großer Ernsthaftigkeit vorantreiben“!

Zusammengestellt von Liesel Jesse (Kontakt mit den Schwestern seit 1985 nach 6 monatigem Aufenthalt bis heute) und Ulrich Völger (Sprecher des Brasilienkreises in Nienberge der gemeinsam mit seiner Frau, die in der kfd Nienberge dieses Projekt auch unterstützt.)

Spendenkonto

Konto: Freckenhorster Kreis
Darlehnskasse im Bistum Münster (BLZ 400 602 65)
Kontonummer: 3799 702
IBAN: DE15 4006 0265 0003 799702