Aktuelle News

Stellungnahme des Freckenhorster Kreises zum Dokument „Geliebtes Amazonien“ von Papst Franziskus

  1. Auch im poetischen Charakter seines Schreibens und im Bildausdruck eines Traumes ist Franziskus, der Bischof von Rom, ökologisch messerscharf in seiner Aus- und Bewertung und glasklar, was die soziale Dimension der Gerechtigkeitsfrage auf unserem Planeten, aufgezeigt auf dem Hintergrund Amazoniens, angeht.

    Dieser Aspekt des nun veröffentlichten Impulsschreibens im Anschluss an die Amazonassynode darf besonders uns in der ersten Welt nachdenklich und handelnd machen. Das wird auch die eurozentrische römisch-katholische Kirche verändern – im ernst nehmen des Leids und der Leidenden einer Kirche und Gesellschaft, die nicht die kulturelle Vielfalt und Identität der Menschheitsfamilie wahr und ernst nimmt.

    Die Kirche tut mit diesem Lehrschreiben ihren Mund auf für die ökologisch bedrängten und wirtschaftlich ausgebeuteten indigenen Menschen und Völker. Franziskus hat ihnen seine Stimme gegeben und seinen „Gegentraum“ zu Vernichtung von Schöpfung und Ausbeutung der Menschen mit ihren Menschenrechten laut und entschieden werden lassen.
  2. Leider hat Franziskus der Frei- Mut in Blick auf die kirchliche Situation verlassen. Wäre das nicht ein Traum Jesu: Menschen, die überall in den vielen Gemeinden und
    Gemeinschaften der weiten Welt, besonders auch Amazoniens, das Brot und den Wein eucharistisch teilen – auch eben gerade mit verheirateten Gemeindeleitungen?

    Wäre das nicht Jesu Traum – gegenwärtig, präsent, an der Seite der Ärmsten zu werden ihnen Kraft und Wegspeise zu sein?

    Wäre das nicht ein Traum Jesu: Menschen – ob Frauen oder Männer –, die in seinem Geist diakonisch der Gerechtigkeit den Boden bereiten und der Menschlichkeit ein Gesicht geben? Dieser Traum Jesu wird jetzt schon von vielen Frauen besonders in Amazonien gelebt.

    An diesen Punkten träumt Franziskus nicht mehr in Bildern der Zukunft, sondern in denen einer Vergangenheit, deren katastrophale Folgen in verschiedener Weise die Situation der Kirche sehr problematisch haben werden lassen und noch weiter verschärfen. Die Möglichkeiten von Evangelium und Heiligem Geist werden allzu menschelnd den Menschen vorenthalten. Schade, dass Franziskus da mehr der Asche von Tradition und Gewohnheit vertraut hat – als von der Kraft des Evangeliums zu träumen und dem Heiligen Geist etwas zuzutrauen. Der Preis wird hoch sein – weltweit. Das ist enttäuschend und bedauerlich.

Wir hoffen, dass die synodale Weggemeinschaft in Deutschland aus dem Mut des Evangeliums schöpft und dem Geist vertraut, der die Getauften mit einem Feuer in Berührung bringt, das „Licht der Welt“ ist.

Der Sprecherkreis des FK
Astrid Brückner     Ludger Ernsting     Ludger Funke

Stellungnahme des Freckenhorster Kreises zum Dokument „Geliebtes Amazonien“ von Papst Franziskus hier zum Download [PDF-Dokument]
Freckenhorster Kreis 2020

 

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50. Geburtstag des Freckenhorster Kreises

Vor 50 Jahren wurde der Freckenhorster Kreis gegründet. Die Teilnehmer*innen der Jahrestagung vom 2. bis 3. Oktober 2019 haben einen Text als "Freckenhorster Ermutigungen" verabschiedet.

Freckenhorster Kreis 2019

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50. Geburtstag des Freckenhorster Kreises am 11.04.2019

190 Gäste folgten der Einladung nach Münster

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Klaus Müller

Völlig normal und oftmals nötig – Warum Glaube und Kirche von Umbrüchen leben

1. Ausgangslage

Immer am vierten Sonntag der Osterzeit ist es soweit: Gelesen wird das Evangelium vom Guten Hirten. Das ist traditionell der Weltgebetstag für geistliche Berufe. Schon im Vorfeld kursieren Statistiken – seit Jahren mit Zahlenangaben so desaströs, dass sich selbst seriöse Medien Sorgen um die katholische Kirche zu machen beginnen. Nur wenige Streiflichter: 1965 gab es in Deutschland etwa 500 Neupriester, 1985 dann 220, 2005 nur noch 122, 2015 – der bisherige Tiefpunkt: 58. Also in 50 Jahren ein Rückgang von 88,7 %. Manche Diözesen hübschen die Zahlen auf, indem sie Kandidaten aus dem Ausland mitweihen, die dann wenig später in ihre Heimat zurückkehren. An der weltweit größten Katholisch-Theologischen Fakultät an einer staatlichen Universität in Münster studieren die Priesteramtskandidaten für Münster, Osnabrück, Hildesheim, Hamburg, Essen und Aachen. Verteilt über die 10 Studiensemester sind es insgesamt etwas über 30. Der Chef des Münsteraner Priesterseminars sagte im Vorfeld des Welttags der geistlichen Berufe 2016 in einem Interview wörtlich: „Das System, wie es heute besteht, ist am Ende.“ Niemand hat widersprochen, nicht einmal die Erzkonservativen. […]

"Völlig normal und oftmals nötig – Warum Glaube und Kirche von Umbrüchen leben" hier zum Download [PDF-Dokument]
Klaus Müller, Dezember 2018

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Norbert Mette

Glut in der Stadt – Vortrag anlässlich der Jubiläums „40 Jahre `Neues Gasthaus´“ am  27.11.2018 in Recklinghausen

Liebe Freundinnen und Freunde der Gastkirche und des Gasthauses,

zunächst einmal möchte ich mich bedanken für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, wenn man mir zutraut, einen Festvortrag zum 40-jährigen Jubiläum des „Neuen Gasthauses“ zu halten. Diesem Jubiläum gilt zuallererst meine Gratulation an alle, die zum Aufbau und zur Entwicklung dieses gastlichen Raumes in Recklinghausen beigetragen haben und beitragen. Auch wenn das durch meine Präsenz nicht so sehr sichtbar wird, fühle ich mich seit den Anfängen der Gastkirche und dem Gasthaus innig verbunden. […]

Glut in der Stadt – Vortrag anlässlich der Jubiläums „40 Jahre `Neues Gasthaus´“ hier zum Download [PDF-Dokument]
Klaus Müller, Dezember 2018

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Freckenhorster Kreis

Freckenhorster Kreis ruft für 2020 zu einem „Jahr an der Seite der Armen“ auf

Der Freckenhorster Kreis fordert das Bistum Münster auf, im Jahr 2019 die Weichen für ein "Jahr an der Seite der Armen" im Jahr 2020 zu stellen. Damit führt der FK seine mehrjährige Kampagne zum Thema Kirche und Geld weiter. Entscheidungsgremien sind eingeladen, sich bis Januar 2019 der Initiative des Freckenhorster Kreises anzuschließen.

Aufruf des Freckenhorster Kreises zum „Jahr an der Seite der Armen“ hier zum Download [PDF-Dokument]
18. November 2018, am Welttag der Armen, Der Freckenhorster Kreis

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Sprecher des Freckenhosrter Kreis: Ludger Funke & Ludger Ernsting

Erklärung des Freckenhorster Kreises zur Missbrauch-Studie

Erklärung des Freckenhorster Kreises zur Veröffentlichung der MVA Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

Sexueller Missbrauch im Kontext des Glaubens ist zerstörend, beschämend und in den Lebens-auswirkungen für die Opfer katastrophal.

Die systemische Ursachen für den Missbrauch und dessen Ausmaß müssen gesehen werden.

Die Kirchenleitung muss sich die Frage nach dem Zölibat für Priester stellen, es muss zu einer Neubewertung von Homosexualität seitens des kirchlichen Lehramtes kommen.

Das bisherige Prinzip des Klerikalismus muss aufgebrochen werden, Frauen in der Kirche müssen in jeder Hinsicht die gleichen Rechte wie den Männern zuerkannt werden.

Die Zeit des Redens ist vorbei. Es müssen – um der Opfer willen und der Zukunft des Evangeliums willen - Taten der Umkehr und der Neuausrichtung erfolgen.

Erklärung des Freckenhorster Kreises zur Missbrauch-Studie hier zum Download [PDF-Dokument]
Bericht von Ludger Funke und Ludger Ernsting

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Hermann Häring

Das Darknet der römisch-katholischen Reaktion
Was wir über den Zustand unserer Kirche erfahren konnten

Hermann Häring, emeritierter Professor für Systematische Theologie analysiert die Situation der römisch-katholischen Kirche und spricht sich für eine Neuorientierung kirchlicher Reformbewegungen  aus. […]

"Das Darknet der römisch-katholischen Reaktion – Das Darknet der römisch-katholischen Reaktion" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Hermann Häring

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Ludger Funke

„Suche Frieden“ – Der Freckenhorster Kreis beim Katholikentag in Münster vom 9. bis zum 13. Mai 2018

Seitens des Ständigen Arbeitskreises hatten wir uns dazu entschieden, am Katholikentag in Münster teilzunehmen. Das ist auf dreifache Weise geschehen:

Am Donnerstagabend (10. Mai) haben wir um 22.00 Uhr zu einem Nachtgebet in die Mutterhauskirche der Clemensschwestern eingeladen. Die Leitung hatten Gaudentia Bröcker, Ludger Ernsting und Heinz-Bernd Terbille übernommen. Das Nachtgebet stand unter dem Thema „Friede in flüchtiger Welt – Kein Friede ohne Gerechtigkeit“. Die Resonanz war gut. Gebete, Texte und die musikalische Gestaltung haben ein sehr positives Echo gefunden. […]

„Suche Frieden“ – Der Freckenhorster Kreis beim Katholikentag in Münster vom 9. bis zum 13. Mai 2018" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Bericht von Ludger Funke

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Hermann Häring

Der Stellvertreterkrieg von Kardinal Woelki

Professor emeritus Hermann Häring über den Streit der deutschen Bischöfe über den Kommunionempfang für protestantische Ehepartner. […]

"Der Stellvertreterkrieg von Kardinal Woelki" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Hermann  Häring, veröffentlicht am 9. Mai 2018

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Ulrich Jost-Blome

"Gespaltene Welt"

Ungerechtigkeit als konstitutives Merkmal der globalen Situation

Ulrich Jost-Blome, Leiter der Fachstelle Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat Münster, zeigt in seinem Vortrag bei der Vollversammlung des Freckenhorster Kreises die weltweite Situation in Sachen Globalisierung, Klimawandel und Rechtspopulismus auf. […]

"Gespaltene Welt" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Ulrich Jost-Blome, Leiter der Fachstelle Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat, 12.04.2018

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Norbert Arntz

Wider das "Heidentum der Gleichgültigkeit"

Kritisches Wächteramt der Kirchen nach Papst Franziskus

Pfarrer Norbert Arntz, Mitglied des Freckenhorster Kreises, hat Texte und Ansprachen von Papst Franziskus zusammengefasst. Entscheidend sind für den Papst die Option für die Armen, die Wahrung der Grundrechte, eine Veränderung ungerechter Strukturen. Er möchte in den methodischen Schritten: "Sehen - Urteilen - Handeln – Feiern" vorgehen und erinnert an den sozialen Charakter der Eucharistiefeier. […]

Wider das "Heidentum der Gleichgültigkeit" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Norbert Arntz, Institut für Theologie und Politik Münster, www.itpol.de

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Anfrage zu den Stiftungserträgen

Anfrage zu den Stiftungserträgen - Brief vom Bischöflichen Generalvikariat vom 06. März 2017 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Finanzen und Haushalt des Bistums

Finanzen und Haushalt des Bistums - Brief vom Bischöflichen Generalvikariat vom 02. März 2017 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Karl-Dieter u. Edda Müller

Der "Ökumenisch Kirche sein" - Pfingstmontag 2017 in Münster:
das Reformationsgedenken als "Weckruf Ökumene"

Anlässlich des Reformationsgedenkens 2017 werden das Bistum Münster und die evangelischen Landeskirchen in Westfalen und Rheinland eine Vereinbarung schließen, um die ökumenische Zusammenarbeit zu vertiefen. Diese Erklärung soll verbindliche Regelungen enthalten und am Pfingstmontag (5.6.2017) im Rahmen eines Festes auf dem Domplatz in Münster unterschrieben werden (Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Genn u. Präses Kurschus).
Gemeinden sollen zur ökumenischen Zusammenarbeit ermutigt werden. Karl und Edda Müller vom Freckenhorster Kreis sind überzeugt, dass das, was die Kirchen verbindet, viel stärker ist als das, was sie trennt.

Angesichts eines grundlegend veränderten religiösen Horizonts gegenüber Luthers Zeiten (Säkularisierung) sehen sich evangelische und katholische Kirche in ökumenischer Verantwortung herausgefordert, die gemeinsamen zentralen Inhalte der christlichen Botschaft wieder so zur Sprache zu bringen und praktisch zu bezeugen, dass diese für Menschen von heute als für ihr Leben existenziell bedeutsam erfahren werden in Hoffnung und Orientierung.
Diese Herausforderungen reichen weit über den binnenkirchlichen Bereich hinaus auf die Welt als ganze (Globalisierung; vgl. den Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden u. Bewahrung der Schöpfung der weltweiten Ökumene), auch als ein Weg zur Erneuerung der Kirchen als Weggemeinschaft in der Nachfolge Christi (vgl. Papst Franziskus).

Der "Ökumenisch Kirche sein" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Karl-Dieter u. Edda Müller, Mitglieder des Freckenhorster Kreises

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Freckenhorster Kreis für Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Der Freckenhorster Kreis setzt sich für die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Gottesdienst ein. Solch eine Segnung hatte der Bischof von Münster, Genn, kürzlich untersagt.

"Freckenhorster Kreis für Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren" hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]
Freckenhorst, den 3. Oktober 2017

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Weitere Berichte

Nachrichten aus dem Februar/März 2017 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

Nachrichten aus dem Februar/März 2017 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Norbert Scholl

Zum Davonlaufen –
90 Prozent der deutschen Katholiken bleiben dem Gottesdienst fern

Der emeritierte Theologieprofessor Norbert Scholl meint: „Da müssten doch bei denen „ganz oben“ sämtliche Alarmglocken schrillen! Nur 10,4% der deutschen Katholiken haben im Jahr 2015 noch am Sonntagsgottesdienst teilgenommen (...)
Ausgerechnet die Messe, die vom Klerus als Höhepunkt und Quell kirchlichen Lebens gedeutet wird, verliert dramatisch an Boden. Dagegen finden Riten der Lebenswende wie Erstkommunion, Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen nach wie vor Zustimmung, auch Weihnachtsgottesdienste. Auch wenn es darum geht, Katastrophen … zu verarbeiten, sind die Kirchen gefragt.“

Scholl übt scharfe Kritik an „XXL-Gemeinden“ und Priestern, die sich kaum als Seelsorger verstehen, sondern eher wie „Sakramentenspendungs-Funktionäre“ agierten. Er fordert neue Leitungsstrukturen unter Beteiligung von Frauen, eine zeitgemäße Sprache, verständliche Predigten und eine erneuerte Theologie, die Menschen ermutigt.

»Zum Davonlaufen« von Norbert Scholl hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Jahrestagung des Freckenhorster Kreises 2016

Der Freckenhorster Kreis spricht sich für neue Dienste und Ämter in der Kirche aus - eine Ermutigung

Auf einer Tagung des Freckenhorster Kreises, einer Reformgruppe im Bistum Münster, in der LVHS Freckenhorst am 7./8. Oktober 2016 wurden – auf dem Hintergrund der eigenen Wahrnehmung gesellschaftlicher und kirchlicher Realität, sowie eines Impulsreferates von Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des ZdK – sogenannte „Ermutigungen“ an die kirchliche Basis und an die Kirchenleitung verabschiedet. Darin heißte es:

Wir sind als Glaubende auf dem Weg in unserer Zeit, die nicht Gott-verlassen ist, aber von einem großen Umbruch in der gesellschaftlichen und kirchlichen Wirklichkeit geprägt ist.
In dieser Situation möchten wir zu neuen Schritten konkret ermutigen, damit der biblische Glaube heute und morgen Hoffnung ist und bleibt. […]

Auf der Jahrestagung des Freckenhorster Kreises 2016 verfasste Ermutigungen - 07./08.10.2016 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

als Ergänzung und Weiterführung:

Discurso papal MMPP:
Ansprache von Papst Franziskus an die zum Dritten Welttreffen der Sozialen Bewegungen Versammelten Aula Paul VI., Rom 05.11.2016 hier zum Weiterlesen
Übersetzung von Norbert Arntz [PDF-Dokument]

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Abschlussbericht der Bischofssynode an Papst Franziskus

Einführung
1. Wir, die in der Synode um Papst Franziskus versammelten Väter, danken ihm, dass er uns zusammengerufen hat, um mit ihm und unter seiner Führung über die Berufung und Sendung der Familie heute nachzudenken. Ihm bieten wir in Demut und in dem Bewusstsein der Grenzen, die sie aufweist, die Frucht unserer Arbeit an. […]

Abschlussbericht der Bischofssynode an Papst Franziskus - 24.10.2015 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Hermann Häring

Nach der Synode ist vor der Synode

Schon bei Synodenbeginn hatte die Spannung ihren Höhepunkt überschritten, schon im Vorfeld des Geschehens hatten auch reformwillige Bischöfe und Kuriale zu nachdrücklich vor „übertriebenen Erwartungen“ gewarnt. Sie ahnten und hatten sich schon damit abgefunden, dass sich die Blockade der Reaktionäre durchsetzen würde. Denn diese konnten sich auf Argumente berufen, die auch die Liberalen nicht offen angreifen würden: auf die Tradition und das Lehramt, was auch immer man darunter versteht. Diese Linie wurde von den Kardinälen Müller, Burke, Sarah, Bell, Brandmüller und anderen hochgestellten Hardlinern notfalls mit unfairen Methoden und unter der Gürtellinie vertreten.. […]

Eine Stellungnahme zum Schlussdokument der Bischofssynode vom 24.10.2015 von Hermann Häring hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Markus Gutfleisch

Leben, Lehre, Kirchenvolk und Franziskus
Erwartungen von katholischen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*-Menschen (LSBT) an ihre Kirche

Lesbisch, schwul, bisexuell, trans* zu sein und entsprechend zu leben, das ist kein den ganzen Menschen erfüllender Lebensinhalt. Für viele Menschen ist aber das Coming-out als Befreiung von Ausgrenzung und (Selbst-)Verleugnung ein wichtiger Schritt. Glaubende verbinden ihn auch mit ihrer Gotteserfahrung. Die römisch-katholische Kirche hat sich jahrhundertelang an der Ausgrenzung von LSBT beteiligt. Sie hat Menschen die Luft zum Leben abgeschnürt. In ihren offiziellen Stellungnahmen spricht sie von schwerer Sünde. […]

"Familiensynode und LSBT" von Markus Gutfleisch hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Einkehrtage in Freckenhorst

Das Fraziskus-Projekt „Gerechtigkeit und Compassion“ im Jahr der Barmherzigkeit und in der Enzyklika „Laudato si´- über die Sorge für das gemeinsame Haus

Unter diesem Thema erlebten 32 Teilnehmer Anfang Januar 2016 intensive und nachhaltige Einkehrtage in Freckenhorst. Impulsgeber waren Pfr. em. Norbert Arntz, Kleve, und Prof. Dr. Andreas Lienkamp; Osnabrück. Die Meditationstexte auf den folgenden Seiten rahmten mit ihrer ungewohnten Ansprache die Einkehrtage zu nachdenklicher Dichte. […]

1. Rede Kardinal Bergoglios im Vorkonklave (Rom 9. März 2013), die wohl entscheidend für seine Wahl zum Papst war.

Der kubanische Kardinal Jaime Ortega hat das Manuskript der Rede veröffentlicht, die Kardinal Jorge M. Bergoglio während einer der Generalkongregationen im Vor-Konklave gehalten hat und die vermutlich mitentscheidend war für seine Wahl zum Papst. Kardinal Ortega versichert, der Papst habe ihn zu dieser Veröffentlichung autorisiert. […]

Impulstext: "Kirche-raus an die Peripherien!" von N. Arntz hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

2. Das Franziskusprojekt

Vier Anstöße zur Theologischen Reflexion im "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit" […]

Impulstext: "Das Franziskusprojekt" von N. Arntz hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

3. Papst Franziskus aus der Enzyklika „Laudato si´- über die Sorge für das gemeinsame Haus

Mein Aufruf
13. Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menscheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinen Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. Ich möchte allen, die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten, meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung. Sie fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben, ohne an die Um-weltkrise und an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken. […]

Impulstext: "Enzyklika „Laudato si´“ : Der heilige Franziskus – Mein Aufruf" von A. Lienkamp hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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DIE GEMEINSCHAFT DER KLEINEN PROPHETEN

Pädagogische, psychologische und juristische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Risikosituationen in Recife/Brasilien – MISEREOR-Nr. P40009f

„Hängende Gärten“ „Genau hier müsst ihr die Löcher stechen für die Kordel, an der ihr die bepflanzte Flasche später aufhängen wollt. Erst einmal aber schneidet ihr ein großes Rechteck aus der Mitte der Plastikflasche heraus - in der Größe, wie ich es euch zeige.“ Die Workshopleiterin Tatiana Basílio ist in ihrem Element. Mit einer kräftigen Schere schneidet sie beherzt ein rechteckiges Loch in den Bauch der 2-Liter-Plastikflasche, die einstmals mit klebriger Coca Cola gefüllt war.

Die Gemeinschaft der Kleinen Propheten – Projektbericht 2015 hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Zwei Bücher, die lesenswert sind

So bleib doch ja nicht stehenvon Hubertus Halbfas

Über ein halbes Jahrhundert hat Hubertus Halbfas die Religionspädagogik maßgeblich mitbestimmt und geprägt, streitbar und umstritten, konsequent und kreativ. Hier legt er seine Autobiographie vor. Buchrezension und Assoziationen von Peter Bürger. […]

"So bleib doch ja nicht stehen" von Hubertus Halbfas hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

Schwul + Katholischvon Gregor Schorberge

„Schwul + katholisch – Eine christliche Gottesdienstgemeinschaft“ lautet der Titel einer wissenschaftlichen Untersuchung (Berlin 2013) von Dr. Dr. Gregor Schorberger, promoviert in Theologie und Medizin sowie langjähriger Krankenhausseelsorger am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main. Darin beschreibt er – auf recht spannende, gut zu lesende Art und Weise – nicht nur die Entstehung, Geschichte und Entwicklung eines Projektes, an dem er maßgeblich beteiligt war und ist, sondern auch Leben und Selbstverständnis einer schwul-lesbischen Gottesdienstgemeinschaft in der römisch-katholischen Pfarrei Maria Hilf in Frankfurt am Main. […]

"Schwul + Katholisch" von Gregor Schorberge hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Prof. Dr. Hubert Wolf

Reformideen aus der Kirchengeschichte. Zur Partizipation in der katholischen Kirche

Am 30. April 2015 hat Prof. Dr. Hubert Wolf in der Reihe „Partizipation“ der Katholischen Akademie in Bayern zum o.g. Thema einen beachtenswerten Vortrag gehalten. Danach bietet die Geschichte der katholischen Kirche viele Ideen, nach denen notwendig aus der gegenwärtigen Klerikerkirche mit ihrer Ungleichzeitigkeit eine Kirche werden kann, in der „aktive Mitwirkung und Mitbestimmung des einzelnen Gläubigen in Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen“ selbstverständlich sind.

Manuskript des Vortrages von Prof. Dr. Hubert Wolf (mit seiner Genehmigung) hier zum Weiterlesen [PDF-Dokument]

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Hans Werners zum Gedenken

Mit überzeugenden, lebendigen Worten erinnert Ferdi Kerstiens an Pfarrer Hans Werners (1914 – 1995), einen der Initiatoren des Freckenhorster Kreises im Sommer 1969. Kerstiens war enger Mitarbeiter von Werners in der Katholischen Studentengemeinde Münster.

„Ich bin dankbar, dass ich Hans kennen lernen durfte. Ich habe viel von ihm gelernt. Hans las die Zeichen der Zeit und wandelte sich dabei. Sein Horizont wurde immer weiter. Er war ein faszinierender Mensch und ein treuer Zeuge des Evangeliums, von dem er lebte. Bei ihm habe ich erlebt, dass Theologie Leidenschaft wecken kann.

Seine Erfahrung als Sanitätssoldat im Zweiten Weltkrieg prägte ihn. Ein sterbender evangelischer Pfarrer schenkte ihm seine zerlesene Ausgabe des Neuen Testaments. Die hütete Hans durch alle Widerfahrnisse und Kontrollen und las darin, fand Kraft, auch die russische Kriegsgefangenschaft zu überstehen. 1989 gab er den Impuls zu einer Reise des Freckenhorster Kreises unter dem Motto: Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion.

Kirche St. Johannes in Recklinghausen, dem Geburtsort von Hans Werners. © Foto Markus Gutfleisch
Bild: Kirche St. Johannes in Recklinghausen, dem Geburtsort von Hans Werners. (© Foto von Markus Gutfleisch)

Hans war zunächst sehr hierarchisch geprägt. Demokratische Mitbestimmung und gesellschaftspolitisches Engagement innerhalb der Kirche setzten sich bei ihm schrittweise durch. Inzwischen hatte sich für ihn der kirchliche Wind gedreht. Er war zornig über die römischen Machenschaften, die das 2. Vatikanische Konzil zurückdrängen und wieder in hierarchischem Zentralismus alles bestimmen wollten. Später wurde er in die Synode der westdeutschen Bistümer gewählt. Als Sprecher der Glaubenskommission arbeitete er an der Erklärung „Unsere Hoffnung“ mit. Es lohnt sich, diesen Text zu lesen.“

Kerstiens nennt schließlich die Kontakte zu Befreiungstheologen und Bischöfen aus Lateinamerika. Mehrere Bischöfe besuchten den Freckenhorster Kreis; sie wurden Freunde. Hans Werners hat Reisen nach Brasilien gemacht und Sozialprojekte besucht. Daraus entwickelten sich Partnerschaften, die bis heute bestehen. […]

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