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Arbeitskreis: Wiederverheiratete Geschiedene

Gründung

Der Arbeitskreis wurde im Januar 1990 auf Initiative von Hans Werners gemeinsam mit dem damaligen Solidaritätskreis Kritischer Christen gegründet.

Ziele

Der AK wurde gegründet mit folgenden Zielen:
  1. Betroffene Ehepaare zur Sprache kommen lassen. Das geschah während zweier großer Tagungen im Franz Hitze Haus.
  2. Die Einladung wiederverheiratet geschiedener Menschen zu den Sakramenten und nicht nur zur Mitarbeit in den Gemeinden.
  3. Die liturgische Begleitung einer zweiten Ehe nach Scheidung.
Die Einladung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten war das zentrale Anliegen unserer ersten schriftlichen Stellungnahme im Herbst 1991. Diese Stellungnahme löste eine breite Diskussion in zahlreichen Gemeinden des Bistums aus. Sehr oft wurden dazu Referenten und Referentinnen des FK eingeladen.

Unser Anliegen ist vom Diözesanforum (Kommission 4) aufgenommen worden. Folgender Beschluss wurde mit großer Mehrheit angenommen:

Die Gemeinde einschließlich der Priester nimmt eine vor Gott gewissenhaft getroffene Entscheidung von wiederverheiratet geschiedenen Menschen ernst. Sie respektiert die Teilnahme am kirchlichen Leben und an den Sakramenten der Buße und der Eucharistie. (Ja 106/ Nein 10/ Enth.: 7)

Eine 2. Veröffentlichung mit der Entwicklung der Diskussion, die wir zu diesem Problem in den Gemeinden angeregt hatten, und mit Textbeispielen für die Segnung einer 2. Ehe folgte 1997.

Da die Texte für die Segnung einer 2. Ehe häufiger angefragt wurden, haben wir im Dezember 1998 ein 3. Heft herausgegeben mit zwei Schwerpunkten:
  1. Begleitung einer Scheidung (Mediation* und Einführung eines Scheidungsrituals) und
  2. die Suche nach Formen der Feier und Segnung einer neuen Beziehung nach einer Scheidung.
* Mediation: Vermittlung – ein Weg, offene Streitfragen außergerichtlich so zu lösen, dass für alle Beteiligten eine faire Lösung gefunden wird, z.B. für die Kinder eine gute Zukunft. Scheidungsverfahren können so erheblich gekürzt werden.


Auch hier haben die Delegierten des Diözesanforums einen Beschluss vorgelegt:

Die Form der äußeren Anerkennung einer neuen Beziehung ist für die Betroffenen sehr wichtig. Die Liturgiekommission des Bistums und die Gemeinden werden aufgerufen, nach Formen der Feier und Segnung zu suchen, wobei nicht der Eindruck einer sakramentalen Eheschließung entstehen darf. (Ja: 80/ Nein:43/ Enth.:3)

Anliegen unseres AK ist es, den Prozess einer Pastoral, die sich am Verhalten Jesu orientiert, voranzutreiben Deshalb haben wir in das Heft von 1998 Texte für die Segnung einer zweiten Ehe aufgenommen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Ukraine:

Bernhard Honsel, Rupert Overlack, Marita Seidel, Angelika Wilmes

Ansprechpartner des Arbeitskreises:

Erika Becker
Immanuel-Kant-Straße 10
48161 Münster
Telefon: (0 25 33) 6 77
E-Mail: e.jo.becker@t-online.de



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